Nesthäkchenbonus und Schenkwahn

Lotte hat einen ganz besonderen Status in unserer Familie.

Sie ist nämlich die jüngste bei uns und hat damit meine inzwischen 17jährige kleine Schwester vom Thron geschmissen.

Naja süß ist auch irgendwann mal vorbei, gell Schwester Herz?

Schon bevor meine Kurze auf der Welt war wurde sie als Thronfolgerin mit Gold und Juwelen beworfen.

Jeder kaufte etwas, jeder schenkte etwas.

Hier eine Rassel, da ein stofftier, hier ein Kleidchen, dort … Ach es wird deutlich was ich meine auch ohne künstlich viele Wörter einzubauen.

Einerseits ist es verständlich, dass man die neue Erdenbürgerin gebührend begrüßen möchte, andererseits legt es einen Grundstein für eine Sache, die mir ganz und garnicht gefällt.

Ich will nicht, dass Lotte anfängt, Geschenke zu erwarten, wenn sie jemand besuchen kommt oder sie zu Besuch ist.

Will man sich mit Geschenken Liebe erkaufen?

Lotte liebt ihre Omas, ihren Opa und ihre Tanten abgöttisch auch ohne, dass sie etwas für sie haben.

Das merkt man schon alleine an ihrer Reaktion, wenn sie ihre Verwandten sieht.
Sie freut sich auf die Personen und nicht auf den Schokoriegel oder ein neues Stofftier.

Man weiß eh nicht mehr wohin damit.
Das Zimmer sieht nach fünf Minuten aus wie Sau und permanent fliegt Kleinkram herum. Richtig spielen tut sie im Moment eh nur mit ihren Autos und den Bausteinen. Der Rest fliegt herum.

Versuche, das übermäßige Rumgeschenke einzudämmen, klappten bisher für zwei Wochen und dann ging es wieder von vorne los.

Besonders eine Person in der Familie versucht mit kleinen Geschenken die Aufmerksamkeit zu erregen und lässt sich davon kaum abbringen.

Für dieses Weihnachten haben wir daher beschlossen, kein Spielzeug, kein Süßkram, keine Ausnahmen.

Es dürfen ganz schnöde Klamotten verschenkt werden. Mehr nicht. Jedem wurde gesagt, was fehlt und wo Lotte raus gewachsen ist.

Wir Erwachsenen schenken dieses Jahr selbstgemachtes.

Für Lotte und Motte sind die größten Geschenke die Liebe und Fürsorge ihrer Familie.

Lotte gibt diese Liebe mit jeder Faser zurück.

Das muss nicht erkauft werden.

Daher wird Weihnachten dieses Jahr mehr gekuschelt und weniger Müll produziert.

Frage an euch.

Wie läuft das bei euch?

Wird Weihnachten auch mehr auf die Familie geschaut und weniger auf das Preisschild?

Und wie habt ihr es geschafft, euren Verwandten den Schenkewahn ausserhalb der Feiertage auszutreiben?

Wichtiger als jedes Kuscheltier

Die von Senkwehen geplagte
Roksana
(Ab heute signiere ich nur noch mit meinem richtigen Namen  )

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