Lieblingsessen

„Hi, Mama, hast du heute Zeit?“
„Ja mein Kind, wollt ihr kommen?“

„Würden wir gerne“

„Gut, ich koche Saure-Gurken-Suppe.“

„….“ „ich bin in zehn Minuten da“ *tut tut tut tut*

Es gibt nur eine Sache die mich dazu bringt, meine Kinder halb angezogen (also ich nicht sie) zum Bus zu schleppen und die Berliner U-Bahn wegen ihrer Langsamkeit auf schlimmste zu verfluchen.

Nur eine Sache, bei der ich auch bereit wäre, alte Damen mit Rollator zur Seite zu schubsen um schneller an mein Ziel zu kommen.

Diese eine Sache ist Saure-Gurken-Suppe, wie sie so unpoetisch auf deutsch übersetzt wird. Zupa Ogórkowa heisst das Gericht, welches den Mad Max aus mir kitzelt.

Diese Suppe zielt so dermaßen auf meine Erinnerungen ab, holla damn Girl, ich bin nach dem ersten Löffel dieser polnischen Köstlichkeit wieder vier Jahre alt und hüpfe durch Stroh.

Mir wird jedes mal so warm ums Herz, wenn es sie gibt. Und das liegt nicht daran, dass ich das Zeug noch kochend verschlinge. Naja doch auch. Wie oft ich mir voll Ungeduld die Zunge verbrannt habe, keine Ahnung. Oft. Sehr oft.

Polnische Saure- Gurken- Suppe ist das Gericht. Das Essen. Es stecken immerhin saure Gurken darin!!!!

Allein wegen dieser Suppe müssten Frauen permanent schwanger sein, weil SAURE Gurken!!! Klischee aber ich brauche starke Worte.

Ein Foodblogger werde ich nicht mehr, dass überlasse ich den Profis. Ausserdem wollte ich sie sofort essen.

Wie man unschwer erkennen kann, habe ich aus dieser Schüssel schon viel gelöffelt. Ihr könnt natürlich viereckige Design Teller benutzen, ich bleibe bei Spongebob.

Egal kommen wir zu dem Rezept, welches so popelleicht ist, das Sterneköche arrogant die Nase rümpfen.

Für einen Topf dieser Köstlichkeit braucht man

  • Kartoffeln, mittelgroß, ca 5
  • Möhren, leckere, auch 5
  • Kohlrabi, ein halber Kopf
  • Ein Glas saure Gurken (keine Gewürz, keine Senf, keine andere Perversion, sauer eingelegt müssen sie sein)
  • Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4-5 ganze Pfefferkörner
  • Etwas Salz

Man stelle einen ausreichend großen Topf auf den Herd und bereite eine Grundlage, also die Brühe. Pfefferkörner und Lorbeerblätter hinterher.

Kartoffeln würfeln und rein damit.

Während die Kartoffeln kochen, das restliche Gemüse raspeln. Ja, raspeln, tut ja nichts würfeln oder so was. Nur raspeln ist der Shit. Nebenbei dieses Lied lauthals mitgröhlen. Egal ob man der Sprache mächtig ist.

https://youtu.be/TcNA3H1PVpE 

Dann Kohlrabi und Möhren dazu. Weiterkochen. Alle Gurken raspeln und rein damit. Die Suppe ist fertig, wenn die Kartoffeln durch sind und die Suppe einen leicht sauren Geschmack hat. Man kann auch etwas Gurkenwasser mit dazu geben aber oft ist das nicht nötig.

In eine Schüssel geben und wer will, tut noch Sahne (ich nehme gerne Hafer) dazu.

Lecker, lecker, mjam, mjam, mjam

Pusten. Oder auch nicht. Erstens yolo und zweitens bin ich nicht eure Mutter. Wenn ich es wäre, wärt ihr mit dieser Leckerei groß geworden. Seid ihr aber nicht.

Übrigens, vegan und so.
Smacznego! Gesundheit.

*keine Sorge, das hier wird kein Foodblog. Ich koche zwar gerne aber ich kann Essen nicht fotografieren. Weil ich essen will und ungeduldig werde. Niemand mag es, wenn ich ungeduldig werde.

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7 Kommentare zu „Lieblingsessen

  1. Ich hasse nichts mehr als saure Gurken. Daher werde ich diese Suppe sicher niemals nachkochen. (Und jetzt kommt das große ABER:) Aber dein Beitrag ist so göttlich geschrieben, dass ich ihn einfach liken muss! 😉 Davon kann mich auch die Saure Gurken.

    Gefällt 1 Person

    1. Dankeschön. Mit deiner Abneigung gegen diese kleinen grünen Ambrosiastangen bist du nicht allein, meine schwester kann die Suppe auch nicht ab und meine Tochter… Naja.. Kinder eben 😀 ich find es schön, dass allerdings mein Geschreibsel gefällt. Danke dir 🙂

      Gefällt 1 Person

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