Blockade

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wohin…

ich habe eine schreibblockade.

es ist ähnlich wie in einer folge der Simpsons, in der ein Arzt Mister burns erklärt, dass viel zu viele Krankheiten in seinen Körper wollen und die Tür nicht passieren können, weil sie eben erwähnte Tür blockieren.

als ob es was umsonst gäbe oder eine Neueröffnung eines eletronikfachgeschäfts, in dem man sich blöd vorkommt. Sommerschlussverkauf im Schädel.

zu viel will geschrieben werden und alles blockiert sich gegenseitig.

schreibe ich jetzt über die trotz, eh ich meine autonomiephase meiner großen?

darüber, dass Motte ein anfängerbaby ist aber seit neustem die Angewohnheit hat, schrill zu kreischen weil sie brabbeln langweilig findet und muttis Gesichtszüge so schön bei jedem kreisch entgleisen. das Kind hat gute Laune, ich schwöre… es klingt nur nach Folter.

schreibe ich endlich den Geburtsbericht, als Lotte auf die Welt kam?

schreibe ich über Gewalt in Beziehungen?

setze ich mich der Gefahr einer re-traumatisierung aus, wenn ich gewisse Themen anspreche?

schreibe ich darüber, dass ich die Schöpfung „erlebene sexueller Gewalt“ bescheuert finde?

schreibe ich über die rosa hellblau falle?

darüber das ich das Gefühl habe, nirgends dazuzupassen?

was es für mich bedeutet, mit Depression zu leben und gleichzeitig Mutter zu sein?

wie es ist ein schlechtes gewissen zu haben, weil man seinen eigenen Kinder-groß-kriegen ansrpüchen nicht gerecht wird?

wie ich U-bahnen weiterfahren lasse, weil sie zu voll sind und ich angst vor Menschenmengen habe?

schreibe ich darüber, dass ich mich freue, im November wieder arbeiten zu gehen, weil mir daheim einfach mal die Decke auf den Kopf fällt und ich meine Kollegen vermisse?

darüber, dass ich das wort Fremdbetreuung ablehne?

schreibe ich an der Blogparade über Haustiere?

schreibe ich über meine katzen, die nicht mehr da sind?

über filme, die mich berührt haben?

schreibe ich über den Verlust meines Glaubens an einen Gott und wie er mich heute noch manchmal sticht?

was Frau sein für mich in einer Zeit bedeutet, in der die Uhr wieder zurück gedreht wird und es Bewegungen gibt, Frauen unsichtbar zu machen.

Warum es kein drittes Kind geben wird?

 

dann sitze ich hier und schreibe über schreibblockaden, weil ich zu vielen themen habe, die mich beschäftigen und wo ich nicht weiß, wie ich anfangen soll.

mich blockiert gedankenmatsch und schlechter schlaf. mich blockiert meine eigene anspruchshaltung. mich blockiert der schmerz in meinem linken knie.

mich blockiert die frühjahrsmüdigkeit. das verdammte ziellose getrippel des hundes über den laminatboden.

mich blockieren hasserfüllte Menschen.

ich muss mich lösen. mich lösen lernen.

schreiben über schreibblockaden.

lange rede, keinen sinn.

kleine blogpause. das einzige was in nächster zeit kommt, ist nur mein wochenrückblick. ich muss mich erstmal ausruhen.

bis ich wieder schreiben kann.

roksana

*rechtschreibfehler könnt ihr behalten.

 

 

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