Die Geschichte von einer die buk um ihr Kind zu enttäuschen.

Oh lasst mich euch was klagen ihr Leser. Lasst mich die Pforte zu jenem Tag aufstossen, an dem mein Leben wie ich es kannte vorbei ging.

Während da draußen die Sonne ihr warmes Licht auf kleine fröhliche Gesichter scheinen lässt und Kinderlachen durch den Park hallt, sitze ich zurecht auf meiner harten Pritsche der Schuld, umhülle mich mit der kratzigen Wolldecke der Sühne und beobachte den Lauf der Sonne, deren Licht meine karge Zelle der Vorwürfe erhellt aber keine Wärme bereithält. Für mich, die Sünderin. 

Via Giphy

Oh, hört mein Weinen, ihr Menschen dort draußen, hört die Tat, meine Frevelei die ich beging.

Es begab sich zu dem Tage den wir gemeinhin als Dienstag kennen, als mir die Idee kam einen Kuchen zu backen. Dieser Kuchen sollte uns als Speise dienen, wenn wir als Familie beisammen sitzen und den lustigen Geschichten des Vaters lauschen. Er sollte etwas besonderes sein, dieser Kuchen. 

Ich durchforstete also das Weltennetz, dessen Zauber und Wissen mich fasziniert nach einem Rezepte, welches leicht umzusetzen und dennoch schmackhaft und saftig wäre und fand etwas besonderes. 

Ein Rezept, so außergewöhnlich und kreativ. Dabei leicht mit den linken Händen, die mir der Herrgott gab, umzusetzen. 

Ich lief beschwingt zum Markte, hielt einen Schwatz mit den anderen Müttern, kaufte die Zutaten und freute mich auf das Ergebnis. 

Ich hatte nun alles zusammen für Zucchini-Brownies. 

Dem Gedanken folgend entschied ich mich für diese ungewöhnliche Kombination, da mein liebes Kind, welches drei Jahre zählt, Gemüse ablehnt. Paprika und Gurke, manchmal Tomate, ja diese Dinge isst sie zuweilen aber nicht mehr. Der Teufel muss es mir eingeflüstert haben, dass ich dem bekannten Pfade des normalen Schokoladenkuchens Lebewohl sagte und mich auf den steinigen Weg der kreativen Küche begab. Ich war überzeugt davon gut und fromm zu handeln, einer Mutter würdig, die ihrem Kinde nur das beste wolle.

Ich hielt mich pedantisch genau an das Rezept von CakeInvasion und raspelte 600 Gramm Zucchini, wahrscheinlich dem Wahnsinn bereits anheim gefallen. Streute Mehl und Zucker, Backpulver und Backkakao in eine Schüssel. Öl noch hinzu und dann die Teufelsgurke, ihrer normalen Form beraubt.

Via Giphy

Ich pürierte mit einer Erfindung namens Küchenmaschine die Mischung und freute mich ob des Geschmacks des Teiges, den die Zucchini schmeckte man nicht heraus und das Aussehen war wie das eines normalen Teiges.

Ich fettere das Backblech mit neumodischer Butter (Alsan) und gab den Teig hinein. Welch wunderschöner Anblick dieser tiefbraune Teig war, diese essbare Mätze. Hätte ich gewusst, welch schadhaftes Hexenwerk ich verrichte, oh ich hätte mich selbst angezeigt, das könnt ihr mir glauben, ihr frommen Menschen.

Ich feuerte den Ofen an und schob das Blech in die Hitze. 

Mein Kind wusste nichts von meiner List, freute sich aber wie ein junger Spatz als es hörte, das im Ofen ein Kuchen bäckt. Oh, die Freude eines unschuldigen Kindes.

Via Giphy

Als es an der Zeit war, den Kuchen aus dem Ofen zu nehmen, bereitete ich die Schokoladenglasur auf die Weise zu, wie sie im Rezept beschrieben war.
Ich groß die Schokolade über den Kuchen, die Brownies wie sie in anderen Gegenden dieser schönen Welt genannt werden und streute Streusel darüber.

Via Giphy

Nachdem das Hexenwerk vollbracht war und ich noch ein Opfer an die Göttin (oder Daimon) der Hinterlist Apate dargebracht habe, war es Zeit, diesen süßen süßen Schwindel dem Nachwuchs zu kredenzen. 
Oh was habe ich getan. 

Ich servierte den Kuchen und blickte erwartungsvoll mein Kind an. 

Via Giphy

Dann der Augenblick, auf den ich gewartet hatte. Sie nahm einen Bissen und…

Via Giphy

Meine List war aufgeflogen. Ich war überführt der schlimmsten aller Taten. Gemüse im Kuchen. 

Die Wachmänner stürmten die Stube und nahmen mich sofort in Gewahrsam. Während sie mich hinausschleppten, schaute mich mein Kind an und sagte: 

„Ich mag keinen Schokoladenkuchen mehr.“ 

Arglistig hatte ich versucht, meinem Kind etwas gesundes vorzusetzen und nun mochte meine Tochter keinen Kuchen mehr. Nie wieder. Niemals mehr!!

Ich Monster.

Und nun geht. Lasst mich der Einsamkeit einheim fallen und meine Schuld absitzen.

————–

Butter bei die Fische. Ich weiß nicht was es war und warum die Brownies meinem Kind nicht geschmeckt haben. Sie sind unglaublich fluffig und schokoladig. 


Das Rezept habe ich von CakeInvasion und es ist sehr sehr gut. 

Aber so hatte ich wenigstens was zu schreiben. 😀

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2 Kommentare zu „Die Geschichte von einer die buk um ihr Kind zu enttäuschen.

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  1. Das erinnert mich an meine Mutter, welche mir einstmals meine Leibspeise Ragout fin zubereitete, allerdings mit Innereien, welche ich mich stets weigerte zu essen. Was gab es für Tränen, als ich ihre List bemerkte, hatte ich mich so darauf gefreut. Auch mehr als 25 Jahre später hab ich ihr das gern noch vorgehalten.

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