Liebster Award

Zum zweiten Mal hat es mich erwischt. Ich dachte ja mit dem ersten Liebster Award und meinen Antworten hätte ich mich auf ewig disqualifiziert aber neeeee.. Okay, diesmal kommen die Fragen von der Leen aus der schönen Mitte Deutschlands, die gerade ihr zweites kleines Wunder erwartet. Bald gibt es dort also Babyfüsschen und knautschiges Knutschgesicht plus Geschwisterplüsch bei Aufbruch zum Umdenken 💜 hier also ein hochoffizielles “aaaaaallles liebe zur baldigen vierköpfigen und quirligen Familie”. Das war die Kür, hier kommt die Pflicht.

1. Was macht dich glücklich?

Klar, die erste Antwort darauf muss wie aus der Pistole geschossen kommen. Meine Kinder. Die sind toll. Manchmal würde ich gerne in ihren Kopf gucken um zu wissen, was darin so los ist. Ohne sie wäre ich nicht die, die ich heute bin. Klingt voller Klischee, ist aber einfach so.


Zweite Antwort. Polnisches Essen. Selbstgemachtes polnisches Essen. Es gibt nichts schöneres als den Geruch von frischen Pieroggen. Ausser natürlich wenn ich an meinen Kindern schnüffle. Also am Kopf. Das sind so zwei Gerüche, die Heimat bedeuten.


Drittens. Ein gutes Buch. Wenn man sich darin verlieren kann, mitfühlen kann. Dann bin ich glücklich.

2. Welche Kindheitserinnerung lässt dich heute noch lächeln?


Meine Oma hatte eine Hofkatze, die keinen Namen hatte weil es einfach nicht üblich war. Ich hab sie dann Luzifer genannt, nach dem Kater aus Cinderella. Meine tief religiöse Oma war “leicht” entsetzt, weil sie dachte, ich hätte da den Teufel im Sinn gehabt.


Meine Oma war eh so ein Fall für sich. Acht eigene Kinder und ein Pflegekind hat sie großgezogen, einen Hof geführt, ich war ihr immer zu dünn und sie kochte und backte den ganzen Tag.


Was sie allerdings nie verpasst hat, waren ihre mexikanischen Seifenopern (in Polen war das damals der Shit). Sie saß da, hatte irgendetwas zu backen und kneten dabei und diskutierte mit den Figuren. Sie fluchte dabei manchmal wie ein Kutscher. Von wegen man lernt Schimpfwörter in der Schule, hier war meine wunderbare Oma der Übeltäter.


3. Wer ist dein dich inspirierender Mensch?


Bleiben wir dich gleich in der Familie. Das jüngste Kind meiner Oma ist auch gleichzeitig meine Mami und wow, die Frau hat schon einiges durch. Sie ist Wonder Woman, sie ist die Vorlage für die Amazonenprinzessin. Das Leben wirft ihr irgendwelche Steine in den Weg und meine Mutter bastelt sich daraus einen Weg, ein Haus und einen Grill. Wenn ich irgendwann nur halb so viele Eier habe wie meine Mutter, dann läuft es schon mal gut.


4. Hast du einen Lebenstraum?


Irgendwie nicht. Ich wollte immer zufrieden sein und bin es jetzt die meiste Zeit auch. Aber von nüschts kommt nüschts. Vielleicht platzt ja in Berlin ja bald mal die Immobilienblase, dann wäre eine Wohnung mit Garten oder Terasse super. Ansonsten will ich meinen Enkeln irgendwann mal sagen können, dass sie es auch schaffen können, trotz aller möglichen Hindernisse, die das Leben so bieten kann.


5. Welcher Film oder welches Buch hat dich tief bewegt?


Da gibt es mehrere, die mich wirklich lange beschäftigt haben. Zwei davon sind “schöne neue Welt” und “1984”. Beides sehr alte Geschichten, die aktueller nicht sein könnten. “Der ewige Krieg” und “die letzte Generation” sind zwei Science-Fiction Bücher die für mich zu den besten zählen, die jemals geschrieben wurden. Im letzten Buch geht es um die Weiterentwicklung der Menschheit und im ewigen Krieg um Menschen, die Außerirdische töten weil sie anders sind.. Kommt einem bekannt vor mh?

Ansonsten mal kurzes Buchdropping

  • Die Biografie von Marie Curie

  • Evil von Jack Ketchum

  • Blade Runner von Philip K. Dick

  • So gut wie alles von Isaac Asimov

  • Wüstenblume und Nomadentochter von Waris Dirie


6. Hast du einen Geheimtipp, um dich besser zu fühlen, wenn es für dich mal nicht so gut läuft? Balsam für deine Seele, also?

Baden. Im Wasser die Seele baumeln lassen. Und ganz wichtig, schwarzer Tee mit Zitrone und Zucker. Meinen Kindern beim Spielen zugucken.

Und egal wie scheiße der Tag war, “ich liebe dich” sind die schönsten drei Worte die man hören kann.

Meine Tochter sah mich vor kurzem weinen. Ich war komplett überreizt, krank und hatte eine depressive Phase. Ich erklärte ihr, dass es mir gerade nicht gut geht und sie nahm meine Hand und sagte: “Mama, dann musst du dich kurz hinlegen.” Mir kommen die Tränen jetzt wieder vor purer Rührung und der Empathie, die dieses kleine Wesen jetzt schon hat.


7. Welches Lied ist dein absolutes Lieblingslied?

Nur eines? Wirklich? Das geht nicht.

Seit meinem 14ten Lebensjahr begleitet mich Tool. Alles von dieser Band. Alles!

8. Hast du einen Nachhaltigkeitstipp für 2017?


Das ist einfach. Regional und saisonal vor Bio. Immer. Es mal fleischfrei versuchen. Und zwar nicht auf die “ih baah Tofu” Art und auch nichts mit Fleischersatz, sondern von Anfang an fleischfreie Gerichte.


9. Welches schnelle und gesunde Lieblingsessen würdest du kochen, wenn ich spontan in 30 Minuten bei dir zum Mittag vor der Tür stehen würde?


Couscoussalat mit Petersilie, Tomaten und Gurken. Geht schnell, schmeckt genial. Dazu Falafel. Ich würde ja was polnisches Kochen aber unter ner Stunde wird das nichts.

10. Hast du ein Lebensmotto und wenn ja, welches?


Ich denke am besten passt bei mir “irgendwie geht’s immer”. Alles, wirklich alles hat sich bisher wenigstens halbwegs zum guten gewendet…

11. Was möchtest du in deinem Leben verändern oder bist du absolut zufrieden?


Ich glaube, ich bin zufrieden. Sobald mein Unterarm Tattoo gecovert ist (ich denke da an SCHWARZ) bin ich komplett zufrieden.

Jo, ich glaube das war’s und jetzt bin ich dran mit Fragen stellen und tolle Leute nominieren.

  1. Wer bist du und wie geht es dir?

  2. Dein Lieblings Kindermund Spruch?

  3. Welche Gerüche katapultieren dich sofort in deine Kindheit?

  4. Welcher Blogbeitrag von dir muss unbedingt mehr gelesen werden?

  5. Was müsste unbedingt erfunden werden?

  6. Welche Frage stellst du dir immer wieder?

  7. Wie schaffst du es nur immer, so verflucht gut auszusehen und so unglaublich sympathisch zu sein?

  8. Gesellig oder eher Einzelgänger?

  9. Worauf kannst du nicht verzichten?

  10. Und worauf würdest du gerne verzichten?

  11. Mit welchem Gegenstand in deiner Wohnung verbindest du eine schöne Erinnerung?



Ich nominiere Susanne von Hallo liebe Wolke, Jessi von Terrorpüppi, Tanja von Krümel und Chaos, Natalia von SimplylovelyChaos , Lara von Dreaming today und  Ja Nina von I am not Janina … Habt Spaß.

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7 Kommentare zu „Liebster Award

Gib deinen ab

  1. Super, deine Oma ist der Hit! Meine hat ein paar Kinder mehr und weniger Schimpfwörter benutzt, aber sonst sehr ähnlich. Bei Insta gibt es heute ein Bild von meiner Heimat. So sah mein Leben als Kind aus. Vermutlich war es bei dir ähnlich.
    Ich mach natürlich mit! Frage 7 ist mein Favorit 😂😂😂
    LG, Natalia

    Gefällt 1 Person

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